Mittwoch, 12. Dezember 2007

Rockgeschichte

P H Ä N O M E N A L
war das Foreigner Konzert im Volkshaus Zürich vom 11. Dezember 2007

Line Up
Mick Jones - Lead Guitar
Brian Tichy - Drums (Billy Idol, Ozzy etc)
Kelly Hansen - Lead Vocals
Jeff Pilson - Bass
Tom Gimbel - Flute, Saxophon, Rhythm Guitar
Paul Mirkovich - Keyboards

Die britisch-amerikanische Kult-Rockband gastierte gestern im Zürcher Volkshaus. Mit unzähligen Hits wie «Cold As Ice», «Hot Blooded», «Urgent», «Jukebox Hero», «Waiting For A Girl Like You» und «I Want To Know What Love Is» waren sie ab den späten 70's bis Ende der 80er Jahre in den Charts präsent und sie klingen auch heute noch in den Ohren unzähliger Rockfans weltweit. Von der Ur-Fomation ist allerdings nur noch Mick Jones übrig geblieben. Aber live überzeugt er immer noch mit seiner Band. Nostalgische Momente waren also für diesen Abend angesagt.

Und ich sags vorweg. Niemand, wirklich niemand wurde enttäuscht und ich bin froh einem der musikalischen Highlights der diesjährigen Konzertsaison beigewohnt zu haben. Die Chance auf ein weiteres Konzert in der Schweiz sind in absehbarer Zeit vermutlich nicht sehr gross.

Der energie- und spannungsgeladene Auftritt des Ex Dokken Bassisten Jeff Pilson gab dem superben Ensemble den finalen Schliff und Würze. Man wähnte sich manchmal eher an einem Heavy Metal Konzert als bei Foreginer. Er bängte mit Kopf und Haaren bis es einem schwindlig wurde. Aber es passte.

Der Ersatzdrummer (Jason Bonham spielt ja momentan mit den wiederauferstandenen Led Zeppelin, wo sein verstorbener Vater John Drummer war) Brian Tichy bearbeitete wie verrückt seine Sticks und sein Drumsolo schloss er tatsächlich mit einer 3 minütigen Knöchelsession ab. Animalisch schlug er mit den Händen, Fingern und Knöcheln auf seine Drums ein, dass es einem schon vom zuschauen weh tat. Er strotzte vor Kraft und auch meine Mädels waren von ihm begeistert. Sie wollten seine unbändige Power im Anschluss persönlich zähmen, yeah. Und er trug wie der Bassist lange Haare. Ja ja Mme Lila, der hätte auch dir gefallen :-)
Tom Gimbel das Multitalent für Instrumente krönte seinen Auftritt mit dem Saxophonauftritt zum Song *Urgent*. Weltklasse Vorstellung.

Für Furore sorgte natürliche auch der Kopf der Rockband Mick Jones. Das Urgestein spielte wie ein junger Herrgott auf seinen Saiten und beglückte uns mit verschiedenen Soli. Vorallem beim Song *Starrider* vom ersten Album blühte er vollends auf und nie enden wollende standing ovations waren die Folge. Trotz schütterem grauem Haar ein Glanzlicht des Abends.

Beim einen Schmusesong, ich glaube es war *Feels Like The First Time* spielt nur noch Mick an der Gittarre und die restlichen Bandmitglieder sangen vorne auf der Bühne, auf einer Linie aufgereit, grandios mit, Acapella der extraklasse. Und hey, Jeff Pilson hat eine verdammt gute Stimme.

Die Hammerstimme von charismatischen Sänger Kelly Hansen verzückte das Publikum. Zuerst dachte ich Steven Tayler von Aerosmith stehe auf der Bühne, so ähnlich sieht er ihm. Dann beim Singen hörte ich tatsächlich Lou Gramm in meinem Kopf. Eine unglaubliche Verschmelzung. Er spielte mit uns und wir hatten Freude daran. Wir wollten mehr, viel mehr. Ok sein Stil war der aus den 70er Jahren. Aber was soll's, es passte perfekt zum Abend.

Songs wie *Dirty White Boy* oder *Jukebox Hero* brachte das Volkshaus zum überkochen und wir waren mitten drinn in diesem Tollhaus.
Dieses Rockereignis wird mir unvergesslich bleiben.

Von der Vorgruppe kann ich nicht viel sagen. Sie hiessen vielleicht Goal oder so? Sie spielten Indie Rock und tönten schon mal nicht schlecht. Im Internet habe ich nichts gefunden. Hätte wohl doch eine CD der Jungs kaufen sollen. Sachen gibts, bei denen ist man im nachhinein gescheiter.

Hier noch ein paar Fotos des Konzerts.




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