Freitag, 21. Januar 2011

Maxxwell/Negative Concert Review

Metallschädel

Eigentlich mag ich Glam Rock, denn ab und zu ist es ja ganz erfrischend. Aber dann muss es musikalisch stimmen. Für mich reicht es eben nicht, wenn nur der Frontmann Charisma hat. Genauso wenig mag ich es, wenn der Hexer am Mischpult zu gut mischt und die Songs als Porridge-Einheitsbrei auf die Audience prallt. Ein Song braucht etwas, woran sich der Zuhören halten kann. Einen Fixpunkt. Ich will die Töne der Instrumente heraushören können. Ich will ein Gitarrensolo sehen, spüren, fühlen. Ich will die Power der Band nicht als Boygroup mit Rockallüren wahrnehmen müssen, denn ich bin kein kreischendes Groupie.

So gesehen war ich denn froh, dass der finnische Negative Tralala von Schweizer Handwerkskunst aus dem Luzernischen eröffnet wurde. Pure Rock 'n' Roll von Maxxwell. Sie waren meine Rettung aus musikalischer und biertechnischer Sicht. Der Sound war nicht zu laut. Eigentlich war er gerade richtig, um ohne Gehörschaden den Abend zu überstehen. Der Ton war sehr gut gemischt. Die Band zeigte, trotz der etwas gar engen Spielwiese zwischen Plastik-Skeletten und finnischem Federschmuck, Freude am Musizieren. Den neuen Bassisten (der mit den kurzen Haaren ;-) passt sich nahtlos ins Bandgefüge ein und trat nicht ins Fettnäpfchen (HTML Seite wird noch mit Tom angezeigt). Qualitativ war wie immer alles super. Sogar einige finnische Teenies und minderjährige Groupies waren am Headbangen als wären sie on dope. Der Gig dauerte wie immer viel zu kurz. Es wurden für den gestrigen Abend 3(?) neue Songs von der kommenden Scheibe *All In* (vö 18.Feb) ins Live-Repertoire aufgenommen. Gitarrist Hef bestätigte, dass sie eigentlich schon alle neuen Song drauf haben und gerüstet für die Plattentaufe in der Schüür Luzern an eben diesem 18. Februar sind. Jetzt versuche ich mal meine Vorfreude im Zaum zu halten.

Line-Up:
Oli Häller: Drums & Programming
Nobi Suppiger: Vocals
Hef Häfliger: Lead-Guitars,
Cyril Montavon: Rhythm-Guitars
Kusi Durrer : Bass



Nebst der Musik trifft und sieht man bei Konzerten auch immer die einen oder anderen Musik-, FB- und Blogger-Freunde, was ja auch seinen Reiz hat.
Kurz vor elf Uhr war der Spuk zu Ende. Ein paar Worte wechselte ich noch mit dem angeheiterten und blinden Raffael, ja auch er war wie immer vor Ort. Eigentlich unglaublich welche Energie der Junge hat.
Dann noch kurz einen Kebab bei Nosch (best in town) reinziehen, denn schliesslich hatte ich noch nichts gegessen und der Magen knurrte trotz der Bierschwemme die ihn ertränken wollte.
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