Montag, 6. Februar 2012

Shinedown / Halestorm concert review (feb 3rd, 2012 @ Theaterfabrik München)

München ist und bleibt eine Reise Wert, auch wenn die Temperaturen das vergangene Wochenende mit über 10 Grad unter Null überhaupt nicht dazu einluden.
Das Konzert fand in der Theaterfabrik im Kulturpark, gleich hinter dem Ostbahnhof, statt. Dort wo sich die ausgehfreudige Dekadenz, die scharfe Curry Wurst und der Rock 'n' Roll im Sündenpfuhl Münchens headbangend die Klinke in die Hand drücken. 1000 Leute finden Einlass und 1000 wurden in den Babel eingelassen. Die Lokaliät war am Ende proppenvoll und die Jetonrückgabe, Depotgebühr für Plastikbecher, war dann schon verdammt mühsam. Aber hey, ein Konzert dieser Güte für 25 Franken, wo gibt's denn das schon in der Schweiz.

Die Openerband kannt ich nicht, kam irgendwie aus UK und verblasste auch kurz darauf gleich wieder. Das ewige "Make some noise Munich!" war dann doch des Guten zuviel.


Und dann kam eine der heissesten Acts der Rockszene auf die Bühne. Halestorm gab sich die Ehre und rockte gleich gewaltig los. Leider war das neue Album *The Strange Case Of..* (Vö 27. April) noch nicht mit im Gepäck. Aber zumindest wurden 2 Songs daraus zum Besten gegeben. *American Boy* und *Are You A Freak Like Me* hiessen die beiden Stücke, wenn ich mich nicht verhörte. Am 24. Januar kam im Vorfeld des kommenden Longplayers schon mal eine EP namens *Hello, It's Mz. Hyde* mit weiteren 4 Tracks heraus. Rock der Spass macht. Rock der begeistert. Nicht zuletzt wegen der stimmgewaltigen Frontfrau Lzzy Hale. Wenn eine den Inbegriff Rockgöre verkörpert, ist es definitiv sie. Mal singt sie kratzbürstig und rau, dann wieder sanft wie ein Lamm. Mal malträtiert sie ihre Gitarre, dann streichelt sie wieder liebevoll die Saiten. Und sie sieht dazu noch verdammt nett aus, gelinde ausgedrückt. Muuuhaaa.
Drummer Arejay Hale ist genau so verrückt wie Brian Tichy und/oder The Mad Drummer Steve Moore. Mit Händen, Ellenbogen und anderen Körperteilen klopft und stampft er die Drums in ihre Einzelteile. Crazy lovely guy. Nein echt, was auf der CD noch ganz lieb rüberkommt, wird live um einiges härter gespielt. Hammerband, die mir sehr gut gefällt und die ich auch ein dirttes Mal anschauen werden, sollten sie in meine Nähe kommen.


Über die Band Shinedown muss man nicht gross Worte verlieren. Trotz einiger Line-Up Wechseln seit der Gründung verströmt die Band in der aktuellen Besetzung immer noch das Post-Grunge Feeling der ersten Tage. Aber ist das letzte Album *Sound of Madness* überhaupt zu toppen? Ich denke mal nicht, zumindest nicht so schnell. Aber das Prelistening auf der Homepage der Band verspricht einiges und kommt zumindest Nahe ran.
Ich erwartete auch hier den einen oder anderen neuen Song von der kommenden 4. Platte *Amaryllis* (Vö 27. März). T-Shirts von der Amaryllis Tour konnte man jedenfalls schon kaufen, wtf. Anyway, ich hörte aus der neuen Platte aber nur 2 Songs. Nämlich *Enemies* und *Unity* und die tönten im wahrsten Sinne des Wortes ganz im Shinedown Stil. Cool stuff. Währenddessen sich die Fans im Pogen übten, versuchte sich Sänger Brent Smith sogar im Stage Diving. Verrückter charismatischer Kerl.
Ein Best Of vergangener Tage wurde zur vollsten Zufriedenheit der Fans kredenzt und ich denke mal, der Besuch in München hat sich nicht nur gelohnt, nein es war der Oberburner. Hell yeah.

Ein überraschendes Zusammenreffen mit dem rockgeninfeszierten Edgar aus Oesterreich und dem geplanten Treffen mit der Eingeborenen Gisela verschönerten den Münchner Aufenthalt. Ja mei, des is a Wahnsinn.
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