Montag, 18. März 2013

Rock meets Classic 2013 - Review / Hallenstadion Zürich


Gestern 17. März 2013 war es wieder einmal so weit. Rock meets Classic gastierte im Hallenstadion Zürich. Obwohl die Headliner auch schon klingender tönten, konnten mit Paul Rodgers (Bad Company, Free, Queen), Eric Bazilian (The Hooters), Steve Augeri (ex Journey), Chris Thompson (ex Manfred Mann's Earth Band) und als Special Guest Bonnie Tyler doch namhafte Sänger/innen für die diesjährige Tour gewonnen werden. Meine heimlichen Stars waren allerdings Oli Hartmann und Alex Beyrodt an der Gitarre, Dätschmeischter Mat Sinner am Bass, Amanda Sommerville und Ralf Scheepers als Backgroundsänger/in und natürlich das Bohemian Symphony Orchestra Prague, welches wieder famos und klassisch gekleidet war und trotzdem für etwelche Spässchen bereit war, Piratenhüte, Jolly Roger Flaggen und Sonnenbrillen inklusive. Ein tolles Ensemble mit einem gut gelaunten Dirigenten. Das macht doch Spass.

Rock meets Classic 2013 soll nahtlos an den Erfolg der diesjährigen Tournee anknüpfen. Veranstalter Päde Hofstetter der Firma Anyvents hat darum bewusst den Wechsel ins Hallenstadion vorangetrieben: “Bislang hatten wir in jedem Jahr eine Steigerung der Besucherzahlen. „ROCK MEETS CLASSIC“ hat sich durch grossartige Qualität als wertige Marke beim Publikum etabliert. Diese grandiose Atmosphäre muss man einfach erlebt haben. Deshalb wird die einzige Show in der Schweiz in diesem Jahr auch im Hallenstadion Zürich stattfinden.“. Bestärkt wird dieser Entscheid auch durch den Erfolg in Deutschland: Die bislang mit Abstand erfolgreichste Ausgabe von „ROCK MEETS CLASSIC“ füllte ganze Arenen in unserem Nachbarland.

Im Nachbarland funktioniert das vielleicht, aber die Besucherzahl im Hallenstadion mit der vorgezogenen Bühne war meines Erachtens lächerlich klein. Und nicht einmal die kleinere Variante war ausverkauft. Schade um die äusserst interessante Truppe, die eine tolle und solide Performance ablieferte.




Die Eröffnung mit Thompson war eine gute Wahl. Stimmlich zwar nicht mehr ganz top fand ich, aber er wurde während der Darbietung immer besser und brachte ein paar tolle Coversongs zum Einstieg. Bei Mighty Quinn bevorzuge ich allerdings die Steve Lee Version.
Steve Augeri war für mich die eigentliche Enttäuschung, nicht in der Auswahl der Journey Songs die gut passte, aber stimmlich.Fast keine Power mehr.
Im Nachinein musste ich feststellen, dass Bazilian der eigentliche Headliner hätte sein müssen. Charisma ohne Ende. Er ist auch als Co- und Songwriter sehr erfolgreich und schrieb schon für Scorpions entliche Songs, wie auch für Bon Jovi, The Calling, Journey, Nordman oder Zucchero. Die Liste ist unendlich. Und als dann der Hooters Klassiker Johnny B. als krönender Abschluss angestimmt wurde, wars auch um meine Schwarze Kafka geschehen.
Bonnie Tyler ist mit 61 Jahren zwar ein wenig rundlicher ausgestattet, aber bringt immer noch ihre charismatische raue Art auf die Bretter und verzückte uns mit ein paar ihrer Hits.
Paul Rodgers hat stimmlich wirklich was drauf, aber irgendwie wollte der Funken nicht bis zu mir rüberspringen.

Das Abschlusskonzert der Tour hätte wie schon erwähnt durchaus mehr Zuschauer vertragen können. Mat Sinner und seine Mannen führten einmal mehr toll und dezent Regie und liessen mein Wochenende klassisch ausklingen. Aber alles in allem hat's gepasst, zumal wenn man Freunde wie der Sacha mit seiner Frau Conny, Fotograf und Konzertreviewer D. Köbeli oder Roxx the Metal-Templer trifft.


Noch eine Randbemerkung zur kulinarischen Organisation im Hallenstadion. Das Hallenstadion öffnete die Türen 2 Stunden vor dem Konzert. Wieso eigentlich, damit die Rockbegeisterten vor dem Event gemütlich zum Essen kommen? Der Pasta-Stand war zu. Und Vegetarier können nur zwischen Kartoffelsalat, einem mikrigen Frischkäsesandwich oder einer gummigen Pizza Margherita wählen. Wo bleibt da die Gemütlichkeit? Mit diesere lausigen Auswahl, kommt sicher niemand zum flauschigen Beisammensein und Konsumation ins Stadion. Mega Fail. (mein Fleischkässe mit Pommes war ganz ok .-)


Die Setliste sah wie folgt aus:

01. Child's Anthem (Orchestra & Band)

---Chris Thompson---
02. For You (Bruce Springsteen cover)
03. Davey's On The Road Again (John Simon cover)
04. Questions

---Steve Augeri---
05. Seperate Ways
06. Wheel In The Sky
07. Faithful
08. Don't Stop Believin'

---Orchestra---
09. He's a Pirate (Orchestra & Band)

---Eric Bazilian---
10. All You Zombies
11. 500 Miles
12. One Of Us
13. Johnny B.

---Orchestra---
14. Brahms Ungarian Dance (Orchestra)
- BREAK -

---Chris Thompson---
15. The Voice
16. Mighty Quinn

---Bonnie Tyler Songs presented by Backing Singers---
17. Total Eclipse Of The Heart
18. Holding Out For A Hero

---Paul Rodgers---
19. Can't Get Enough
20. Feels Like Makin' Love
21. Shooting Star
22. Rock'N'Roll Fantasy
23. All Right Now

- ENCORE -
24. Wishing Well



Aus dem 2012 Programm:



Hier noch ein Müsterchen aus Ingoldstadt:

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