Sonntag, 28. September 2008

Rockstile, Rockarten definieren

Grundsätzlich gilt: Rock ist kein Musikstil, sondern eine Blutgruppe. :-D

1. Rock ist Rock wegen den Instrumenten und nicht wegen der Lautstärke.
2. Frage: Ist Rock Musik nur dann Rock Musik, wenn die Musiker lange Haare haben und Kutten, bzw. T-Shirts von AC/DC tragen?
3. In Terry Pratchetts Buch "Rollende Steine" ist von einer besonderen Musikart die Rede. Die Scheibenweltbewohner bezeichnen sie als "Musik mit Steinen drin". Und genau das ist Rockmusik: Musik mit Steinen drin. Ob Pratchett überhaupt beabsichtigt hat, den Begriff der Rock Musik zu füllen, oder ob es eher ein humoresker Bezug zu den Rolling Stones ist, weiß ich nicht.
4. Frage: Ist Rockmusik kein Rock mehr, wenn der Künstler "zuviel" Erfolg hat?
5. Frage: Ist Rockmusik erst Rockmusik, wenn der Schädel automatisch headbangt?
6. Eine Sicherheit haben wir: Steppenwolf zeugten den Ausdruck Metal. Der Ausdruck ist dem Roman des SchriftstellersWilliam S. Burroughs entnommen und wurde von Steppenwolf in dem programmatischen Song "Born To Be Wild" verwendet (« heavy metal thunder ») und als Genrebezeichnung im Fanmagazin <> durchgesetzt. 1985 erkannten Ehefrauen amerikanischer Kongreßabgeordnente im Heavy Metal eine potentielle Gefahr für die Jugend und wollen bestimmte Platten mit Warnetiketten brandmarken sowie Verkaufsrestriktionen einführen.

Rockarten
Hard, Blues, Psychodelic, Punk, Kuschel, Industrial, Deutsch (Kraut), Heavy Blues, Melodic, Prog, Grunge, Post Grunge, Glam, Sleaze, Mittelalter, Boogie, Southern, New Art, Pop, Desert, Alternative, Independent, Country, AOR, Crossover plus die massenhaft existierenden Metalsplitterungen etc usw etc. Meine Definition der Metall-Arten kennt ihr ja?
Die Liste liesse sich beliebig erweitern.
Rocksource versuchte es auf seine Art mit einer kleinen Rockliste.

Wikipedia hat folgendes geschrieben: Die Rockmusik als eigenständige Musikform unterscheidet sich vom Rock 'n' Roll wesentlich durch den Rhythmus: Im Rock werden die Achtelnoten binär gespielt, also "gerade", so wie man es aus der lateinamerikanischen und europäischen Musik kennt. Im Rock 'n' Roll werden die Achtelnoten zwischen den Beats (zwischen den Viertelnoten) hingegen leicht nach hinten verschoben, so dass ein ternärer Rhythmus entsteht (Shuffle), wie man ihn aus dem klassischen Jazz kennt.
Alles klar?
Langenscheids Fremdwörterbuch versucht es so: "Popmusikrichtung, die auf dem Rock'n'Roll beruht." Aber dies ist wohl ein bisschen zu einfach.

Wie man sieht, scheitert jeder Versuch kläglich, alles auf einen grünen Nenner zu bringen.

Einer der es versuchte und Ansatzweise hinkriegte war Peter Wicke: Rockmusik. Zur Ästhetik und Soziologie eines Massenmediums.
Ein anderer (Lukas Mario) erklärt uns Die Rockmusik unter der Lupe der Massenpsychologie.

Friedrich Ebert Stiftung
beschreibt mit musikalischen Anspielmöglichkeiten die Geschichte des Pop und Rocks.
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