Freitag, 22. Juni 2012

Diverse Konzertreviews in Kurzform

Die letzten Wochen waren geprägt von einigen Konzerten aber vorallem wenig Zeit darüber zu schreiben. Und trotzdem möchte das eine oder andere Konzert nicht unerwähnt lassen.

21. Juni - St. Jakobshalle Basel
Mötley Crüe / Slash / Gloria Volt
Wie ich gestern auf Facebook schon erwähnte war ich froh die Winterthurer Vorband Gloria Volt als Support bei The Answer im Mascotte gesehen und gehört zu haben. Sie spielten nämlich noch bevor ich in der St. Jakobshalle ankam. Gemäss Ticket begann das Konzert um 19.30h. Da war die Vorband aber schon durch und ich kam gerade rechtzeitig zum Slash feat Myles Kennedy Konzert. Sound war gut abgemischt und Slash ist mit Myles einfach etwas vom Besten was die Rockwelt momentan zu bieten hat. Leider war dann nach einer knappen Stunde schon wieder aus die Maus. Mötley Crüe waren angesagt. Um es kurz zu sagen, die Band hätte verdammt coole Songs und Melodien zu bieten. Aber wenn du sie nicht aus dem abgemischten Soundbrei heraushörst, ist es verdammt schade um nicht zu sagen scheisse. Dass einige nach ein paar Songs aus der Halle marschierten, sagt alles. Übersteuerte Gitarren vermiesen einem den Abend. Das Rollercoaster-Drumsolo-Technoparty war ja ganz lustig aber entsprach nicht meinen Erwartungen. Bei 90 Min Spielzeit minus 15 Min Drumsolo minus 10 Min Gequatsche mit Mädels auf die Bühne holen etc kann jeder selber ausrechnen wieviel Musik noch geboten wurde. Dass Nikki Sixx nonstop in die Menge spukte macht ihn nicht wirklich sympatischer und was sein in die Menge geschüttete Kübel Farbwasser am Schluss sollte... wtf. Der zusammengewürfelte Haufen (motley crew) bot ansonsten eine solide Leistung, Mick Mars bewegte sich kaum im Wind und war vermutlich besoffen, Tommy Lee war äusserst redselig und spielte sogar Piano, Vince Neil war top und vermutlich auch blau. Aber hey, das ist Rock n Roll. ;-)
Fazit: Die Halle ist ein Graus, wenn zu laut gemischt wird.


16. Juni - Rock im Tal Volken
Great White / Sideburn / '77 / Fox
Die Vorfreude auf die Symbiose von Great White und Terry Ilous als Frontmann war gross, hatte ich doch Terry schon auf der Monsters of Rock Cruisse in Miami als Sänger bei XYZ bewundern können.
Die Spanier '77 rockten die Bude trotz einiger technischen Gitarrenproblemen und boten eine tolle Show, die allerdings im kleinen Rock City Uster noch viel besser zur Geltung kam. Das Wetter präsentierte sich in sonniger Laune, die Begleitung war hot wie immer und die vielen Musikfreunde waren in Festlaune. Sideburn boten den musikalischen Hard Rock Rahmen für den Salaltteller mit Schnitzel und Bier. Und dann kam der Hauptact, der den annulierten Headliner Pretty Maids nicht nur adäquat ersetzte, sondern mehr als überbot. Die Jungs boten ne fantastische Show mit viel Fun und tollem Sound. Wir konnten stolz sein, dass die Band vom Organisator extra für diesen Gig mitten ins Herz Europas geholt wurde. Wer Great White dieses Jahr nochmals sehen will oder sie verpasst hat, tut dies im Z7 Pratteln am 13. Oktober. Die Fox Truppe brauchte eine geschlagene 3/4 Stunde für den Soundcheck, sodass wir uns nach den ersten beiden Songs entschieden, gemütlich nach Hause zu fahren. Ich hatte die Band ja schon bei der Plattentaufe ohne CDs im Kofmehl gesehen.
Update: Die Hälfte der 45 Min vom Fox Soundcheck gehen auf das Bühnenabräumen von Great White. Wieder was gelernt. Vor dem Aufbau muss logischerweise zuerst abgeräumt werden. Du hast recht Mark, hingekritzelt ist schnell was. Ich entschuldige ich mich für meine vorschnelle Annahme ohne Hintergrundinfos.
Fazit: Ein familiäres Festival mit viel Charme am A* der Welt. :-)


6. Juni - Kofmehl Solothurn
Puddle of Mudd
Die Vorband war noch gut. Papa Roach Stil, soweit ich in meinem Hirn gespeichert habe oder täusche ich mich? Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen erinnern. Too sad.
Puddle of Mudd sah ich vorher noch nie. Kannte seit Jahren nur die CDs und die die paar Videos die im Umlauf waren. Auch weiss man nie, ob der Sänger live stimmlich in der Lage ist zu performen. Drogenprobleme sind ein weiteres Übel. Eigentlich stammt die Band aus den 90er und aus meiner Zeit und trotzdem fühlte ich mich inmitten fast ausschliesslich junger Menschen als Grufti.
Die Darbietung war dann allerdings alles andere als gut und Wes Scantlin hat sichtlich Mühe den Text zu artikulieren. Gequält und gepresst kamen die Töne raus. Wir zogen den Stecker und verzogen uns zu einem gemütlicheren Stelldichein zurück.
Fazit: Ich kann abhaken, ich sah die Band einmal live.


3. Juni - Plaza Zürich
Shinedown / Halestorm
Tja was soll ich sagen. Anfang Jahr pilgerten wir noch nach München um genau diese Konstellation zu sehen, weil es die bis dato einzige angekündigte Show in der Nähe zur Schweiz war. Und weil die Show in Bayern top war, zog es uns magnetisch im Juni ins Plaza. Eines kann ich bestätigen, ein Gig von Halestorm und Shinedown schickt keine entäuschten Gesichter nach Hause. Es war schlichtweg der Burner. Shinedown waren sogar noch besser als in München. Brent Smith schwitze nur einmal. Sein Hemd triefte aber der ersten Minute munter vor sich hin und ich fragte mich wann wohl jemand mit einem Lappen die Bühne zum Aufwischen betreten muss.
Halestorm bot wegen dem Platzmangel auf der Bühne eine etwas eingeschränkte Darbietung. Allen voran Drummer Arejay Hale, der halt schon mal seine Utensilien mit Händen und Füssen traktieren will. Joe Hottinger hatte mit seiner Gitarre und dem Verstärker ab und zu Mühe. Lzzy Hale fegte die Audience mit ihrer Performance einmal mehr an die Wand.
Fazit: Alleine oder als Combopackage, jederzeit wieder.


31. Mai - Plaza Zürich
Gotthard *Firebirth* Showcase
Die Einladung hat mich gefreut. Und es war in der Tat eine toller Abend. Nic Maeder stand seinen Mann und läutete die neue Ära von Gotthard mit Bravour ein. Leider gab's nicht soviele neue Songs zu hören und auch der Showcase dauert nur eine Stunde. Aber eben, es war ja kein Konzert im eigentlichen Sinne. Die CD steht mittlerweile auf dem ersten Platz in den Charts. Verdient wie ich meine. Gotthard rocken wieder die Bude. DJ Beck brachte die Masse vorher auf Raumtemperatur und kühlte uns nachher mit seiner CD-Sammlung wieder ab.
Fazit: Gotthard are still alive. Und wie. Cu soon again.


26. Mai - Rocknacht Tennwil
Schakra / Hartmann / The Order
Viele Musikbegeisterte lockt das Festival schon nicht an. Leider, leider. Aber wer nicht viel Werbung in der Region macht, ist irgendwie selber Schuld.
Ich gestehe ein, ich war vor Ort hauptsächlich wegen Hartmann. Zu gut war seine letzte Scheibe namens III. Und die neue versprach wiederum ein toller Longplayer zu werden. In der Tat konnte er mich live voll überzeugen. Mit viel Charisma und Bühnenpräsenz rockte Hartmann in die Rocknacht hinein.
The Order verpasst ich leider bis auf 4 Songs.
Shakra waren top wie immer. Schliesslich bin ich im Fanclub.
Fazit: Zum ersten Mal live gesehen. Jederzeit wieder Herr Hartmann.


19. Mai - Bikini Test La Chaux-de-Fonds
Bastian Baker
Diese Bewertung lasse ich mal aussen vor. :-) Zu schön war das Weekend.
Die anderen Bands waren übrigens echt der Hammer und rockten den Jura in Grund und Boden als stampfte ne Herde Sauropoden über die Hügelketten um mit den RHCP einen Pastis zu kredenzen. Darunter waren Bands wie The Exciters aus Genf und Deep Kick aus Neuenburg. Hammer diese Jungs.
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