Montag, 25. Juni 2012

Earshakerday Review - 23.6.12 Basel

Wer hier einen Bericht zu den rabiaten, düsteren Death Metal und Hardcore Bands erwartet, muss ich leider enttäuschen. ;-) Es gab zu meinem Glück auch noch andere Bands, die meinem Geschmack eher entsprachen.

Türöffnung 12.15h. Jeder wird gefilzt
Konzertbeginn von The Treatment 12.30h

Unter diesen Voraussetzungen ist mein Bild nicht weiter verwunderlich und echt schade für eine hammergeile Band aus UK.


Die Running Order wurde 2 Tage vor dem Festival nochmals gründlich durchgeschüttelt. Vielleicht durch Bandwünsche, vielleicht durch die Straffung des Programms. Darüber postete ich am Samstag morgen noch was (guckst du hier). Die verkürzten Spielzeiten und die durchgewirbelten Anspielzeiten vergraulten den einen oder anderen Headbanger massivst.

Meine persönliche Running Order für die investierten 90 Franken sah folgendermassen aus.

The Treatment (20 Min)
Sebastian Bach (30 Min)
Black Stone Cherry (40 Min)
Black Label Society (45 Min)
Ugly Kid Joe (40 Min)
Paradise Lost (45 Min)

Dazwischen schob ich noch ein wenig Devil Driver, Sick Of It All und Lamb of God zum Putzen durch die Gehörgänge.

Alle gesehenen Bands waren top, auch wenn es zum Teil extrem kurze Spielzeiten waren. Die Bands hatten nicht mal richtig Zeit mit dem Publikum zu kommunizieren, weil es nur zum Runterspulen von den paar Songs reichte. Finde ich sehr schade.
The Treatment waren wie zu erwarten super. Die Mainstage bot mehr Platz, als das ganze Dynamo Zürich tags zuvor. Von Sebastian Bach war ich etwas enttäuscht. Die Songwahl war mit etlichen Skid Row Song gespickt. Das fand ich noch gut. Aber seine unaufhörlichen Screaming-Poserstellungen nervten. Nun gut, er war auch etwas angepisst über die kurze Konzertdauer. Er übte sich auch kräftig im Mikrofon- und Mikrofonständerwerfen. Black Stone Cherry rockten solide und spulten ihr Kurzprogramm runter. Black Label Society boten heavy shit der Extraklasse. Das lange Soli in der Mitte des Programms war dann doch etwas gar lang Mr. Zakk Wylde. Er bemerkte auch den Freak nicht, der hinter ihm den Weg auf die Bühne fand und von Securities niedergeworfen werden musste. Leicht in die Knie und headbangen war aber Pflicht bei den doomigen Gitarrenriffs. Mein Lieblingsgig war aber derjenige von Ugly Kid Joe. Hatte ich vorher noch nie gesehen und war deshalb mehr als begeistert. Sehr sympatische Band mit einem charismatischen Whitfield Crane am Mikro. Paradise Lost gefielen mir sehr gut. Kannte vorher ihre Songs nicht wirklich und war deshalb auch positiv überrascht.

Nach mehr als 12 Stunden exzessiver Benützung des Hallenbodens war an ein normales Gehen nicht mehr zu denken. Klebrig wie Melasse und wehe dem, der mit leichtem Schuhwerek unterwegs war. Müllhaldenlaufen in Flip Flops sieht echt Scheisse aus. ;-) Auf der Bühne dominierten eh Converse Turnschuhe und im Publikum Punkstiefel. Bei der Kleidung war, nach dem Motto Black is Beautiful, Schwarz angesagt. Höchstens ein paar Farbtupfer von Bandlogos waren erlaubt.

Man trifft auch etliche andere Menschen an einem Festival. Diesmal war es Ruedi Kälin, seines Zeichens Bass-Player bei Tempesta. Nach 10 Std Earshaker hatte auch er Schieflage, genau so wie Stevie (Manou) Pike und David Pariat von Roadfever. Die gehen im September ins Studio für ihre neue Platte. Jonny Gauer vom Liechtensteiner Volksblatt konnte sich dies als Fotograf nicht erlauben (der arme Kerl) ansonsten seine Fotos selber Schieflage hätten. Der omnipräsente Roxx the Metal-Templer war mit Schatz und Pack vor Ort. Er musste sogar einen Security für seinen Schatz engagieren. Sachen gibt's, die glaubt man kaum .....

Zum Schluss weiss auch ich, dass man erst nach 3 Stunden wieder aus der Halle rauskann, gegen einen Jeton. Vorher liegt anscheinend aus sicherheitstechnischen Gründen kein Ausbruch drinn. Hallenwechsel sind auch eher mühsam, wenn Soulfly ansteht und man nach dem Ugly Kid Joe eigentlich aus der Halle 2 raus möchte und keine Trennung im Wartegang gemacht wurde, bevors dann sogar Einspurig durch die Merch-Stände geht. Uff war ein langer Satz. Mein letzter für heute. Ich schwör Mann.
Cu next year.

 
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