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Mittwoch, 3. Februar 2010

Wolfmother Konzert Review

Heute mache ich es wieder einmal kurz und knapp. Letzten Donnerstag gastierten die Könige des Rocks mit 70er-Einschlag namens Wolfmother im Volkshaus Zürich.

Entweder war die Vorgruppe, deren Name ich nicht rausfinden konnte, bekifft oder man konnte ihnen nur zuhören, wenn man's war. Auf jeden Fall sah ich noch nie ein Konzert in slow motion. Amazing.

Die Hauptakteure des Abends zogen ein viel jüngeres Publikum an, als ich im Vorfeld dachte. Ich vermute, dass diejenigen die noch in den 70ern mittendrinn waren, mittlerweile alt wurden und nicht mehr an Konzerte gehen. Es wurde ein Abend für Studis, Kantigänger und andere Freunde von suchtgefährdeten Materialien. Man trug wieder Bart und Mütze, wie damals in der legendären flower power Ära. Sogar Ohringe waren massenweise bei den männlichen Zuhörern zu sehen.
Ein weiteres Unding, womöglich bin ich zu alt, war das Pogen und Body Diving, welches wegen möglicher Knochenbrüche nur jugendliches Publikum macht. Notabene immer mit einem Bier in der Hand. Am Schluss war's allerdings nur noch der leere Becher.
Auch trinkt das jüngere Publikum viel mehr Bier als unsereins. Was bedeutet das nun: Ständig ist die Menge in Bewegung und muss versorgt werden. Ein ewiges hin und her mit flüssiger Nahrung ist im Bulk unterwegs und duschte links und recht Leute wie mich ab. Am Schluss war ich hinten und vorne nass von verschüttetem Bier. Als ich am Schluss des Konzert die Jacke wieder anzog und in meine Tasche langte......genau ihr wisst was ich meine.....ich langte in eine Pfütze.
Quintessenz. Ich stand strategisch völlig im Schilf. Meine Altergenossen sassen auf der Tribüne und genossen das Konzert in Ruhe und in vollen Zügen.

Zurück zum Konzert. Nach anfänglichen Soundproblemen - der Drummer hörte den Sänger Andrew Stockdale nicht - das Mikro hatte zu weinig Saft, konnte die Show beginnen. Und um es wie angekündigt kurz zu machen, es war der Hammer. Wolfmother jamte was das Zeugs hielt und die unvergleichliche Stimme (like Ozzy) und Instrumente hergaben. Ein paar Abstimmungsprobleme innerhalb der Band wurde durch forsches Handzeichen des Sängers schnell korrigiert. Verständlich, denn die Band wurde letztes Jahr um den Sänger auch neu zusammengestellt. Man wähnte sich 30 Jahre zurück. Black Sabbat, Led Zeppelin, The Who, The Doors, Deep Purple, Creedence Clearwater Revival oder Thin Lizzy lassen grüssen. Die Band hat inzwischen ihren zweiten Longplayer *Cosmic Egg* rausgebracht. Es gibt schon ein paar tolle Songs auf beiden Scheiben wie *Woman*, *New Moon Rising*, *Joker & The Thief* oder *California Queen* der Band.

Musikalisch war's ein toller Abend. Den Rest vergess ich schnell wieder.

Update: Die Vorband hiess vermutlich Dark Angels.

Dienstag, 26. Februar 2008

Purge

Nicht dass Frauen nicht in die Welt der lauten Musik passen täten, aber es gibt so wenige davon.
Rund um die ehemalige Wargod/Phantom Blue Gitarristin und Namensgeberin der Band - Michelle Meldrum - scharte sich ein kleines, aber feines 3 Frauen starkes Grüppchen. Drei Riot Girrrrrrls als Combo mit Sitz in Schweden, obwohl Michelle selbst aus den USA stammt. Sie ist der Spross einer Künstlerfamilie und war eines der Gründungsmitglieder der All Girl-Band Phantom Blue, die vor allem in den Staaten bis Mitte der Neunziger für einigen Wirbel in der Machowelt der harten Gitarren sorgte.

Meldrum erinnern mich stark an Benedictum. Eine Powerfrontfrau entschädigt für vieles. Nein ehrlich, der Song *Purge* vom letzten Album *Blowin' Up the Machine* kommt schon stark rüber, obwohl viele anderer Meinung sind.
Die schwedisch-amerikanische Freundschaft wird auf dem Videoclip von Drummer Gene Hoglan (Strapping Young Lad, Dark Angel) unterstützt und kompletiert. Sie tourten schon mit verschiedenen Grössen der Szene wie Motorhead, Zakk Wylde's Black Label Society, Sepultura, Danzig, Nashville Pussy. Also irgendwas haben die Ladies was sie gut können. Hört es euch einfach mal an und lasst euch läutern. ;-)
Wusstest du übrigens, dass Michelle die Frau von John Norum (Europe) ist?
Die Sängern Moa war kürzlich als Gastsängerin bei Lemmy Kilmisters (Motorhead) Solo Album auf einem Song dabei der von Dave Grohl (Foo Fighters) geschrieben wurde.



Down Your Throat (live)

Tracklist (reinhören)

1. purge 4:39
2. down your throat 3:09
3. scar 3:39
4. creme de la creme 4:45
5. hang em 3:21
6. miss me when i'm gone 3:28
7. another kind 3:27
8. exploited 3:07
9. get yours 2:54
10. get me outta here 5:01
11. bite the pillow 3:20




Line Up

Michelle Meldrum - Guitar
Moa Holmsten - Vocals
Frida Ståhl - Bass

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